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MachtDie Durchsetzung des eigenen Willens eines Handelnden innerhalb einer sozialen Beziehung. Macht ist weder dauerhaft noch spezifisch personengebunden, sondern kann wechselwirkend potentiell von jedem ausgeübt werden.
MarkierungObjekte, Gesten oder verbale Äußerungen zur Kennzeichnung des Anspruchs auf ein Territorium bzw. Reservat.
meDie organisierte Gruppe von Einstellungen anderer, die ein Individuum sowohl sich selbst als auch anderen gegenüber einnimmt. Das me ist der Teil des Selbst, der die Situation definiert, auf die das I reagiert.
MediumPrinzipiell ein Mittel, mit dem Unwahrscheinlichkeit in Wahrscheinlichkeit transformiert werden kann. Z. B. ist das spezifische Medium, um die Unwahrscheinlichkeit des Verstehens in Wahrscheinlichkeit zu transformieren, die Sprache. Sie verringert die Unwahrscheinlichkeit des Verstehens, weil sie die Kommunikation von der bloßen Wahrnehmung eines Verhaltens ablöst und Sinn durch einen geregelten, konventionalisierten Zeichen- bzw. Symbolgebrauch vermittelt. Durch symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien, z.B. Wahrheit, Liebe, Recht usw., kann die Annahme von Kommunikationsvorschlägen (Selektionen) motiviert werden. Durch die symbolische Generalisierung von Medien wird also nach Luhmann eine Selektion mit einer Motivation verknüpft und ihre Annahme dadurch wahrscheinlicher.
MerkzeichenVon einem Handelnden subjektiv gesetzte Merkmale, die ihm dazu dienen, sich immer wieder in einer bestimmten Umgebung zurechtzufinden. Eine Tankstelle kann bspw. ein Merkzeichen sein, das darauf verweist, an der nächsten Ecke rechts abbiegen zu müssen, wenn man zu einem bestimmten Freund möchte.
methodologischer IndividualismusMikrosoziologischer Ansatz, bei dem die Interpretation sozialer Beziehungen und Gebilde immer von der verstehenden Deutung des Handelns (und des damit verbundenen subjektiv gemeinten Sinns) Einzelner ausgeht.
MimikEinsatz des Gesichtsausdrucks zu kommunikativen Zwecken.
Missbräuche(abuses) Verunglückter Sprechakt; die Handlung kommt zustande, ist aber unehrlich.
MitmenschDer Andere, der einem Handelnden in der face-to-face-Situation in Anwesenheit gegenüber steht.
MitteilungZusammen mit Information und Verstehen (s.d.) bildet die Mitteilung die für die Kommunikation (s.d.) konstitutive Selektionstriade. Die Mitteilung bezeichnet dabei insofern die Form bzw. das Wie der Informationsvermittlung, als sie eine Auswahl aus einem Horizont an möglichen Verhaltens- und Ausdrucksweisen darstellt.
Modallogik (modallogisch)(Allgemein) „Zweig der formalen Logik, in dem zur Bildung von Aussagen auch die Modalitäten herangezogen werden.“ (Quelle: Duden – Deutsches Universalwörterbuch)
modo futuri exactiBei Schütz die Zeitform (Futur II) des einem Handeln zugrundeliegenden Handlungsplans, der in einer als modo futuri exacti, also als abgelaufen sein werdend antizipierten Handlung besteht.
modo plusquamperfectiBei Schütz die Zeitform (Plusquamperfect) der reflexiven Zuwendung vom abgeschlossenen Handeln bzw. der Handlung aus auf die in der Vergangenheit liegenden Weil-Motive des Handelns.
modo praeteritoin vergangener Zeitform
ModulationDie Anwendung eines Systems von Konventionen, mit dem eine Situation, die bereits in einem primären Rahmen sinnvoll ist, in etwas transformiert wird, das dieser Situation zwar nachgebildet ist, von den Beteiligten aber als etwas ganz anderes wahrgenommen wird. Beispiele sind (Schau-)Spiele oder Rituale.
Modus des HellwachseinsZeitmodus der Alltagswelt, dem gemäß die Handelnden in ihrer jeweils aktuellen Gegenwart leben und in höchster Aufmerksamkeit auf ihre aktuellen Handlungen und Handlungspläne gerichtet sind.
motivationsmäßiges/erklärendes VerstehenErklären; die deutende Erfassung der Gründe bzw. Motive eines Handelns. Das motivationsmäßige Verstehen geht über das aktuelle Verstehen hinaus, indem es nach dem Warum, also dem Sinnzusammenhang bzw. Kontext der Handlung fragt.
multikonzentrierte ZusammenkunftWenn mehr als drei Personen anwesend (kopräsent) sind und sich mehrere zentrierte Interaktionen in der gleichen Situation konstituieren.
mundane Sphäres. 'Alltagswelt' und 'Generalthesis der Alltagswelt'
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