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ZeichenUnter Zeichen versteht Schütz solche Appräsentationsverweisungen, bei denen die wahrnehmbare Gegebenheit auf Bewusstseinsakte (cogitationes) eines alter ego verweist.
ZeigehandelnIm Fall des nichtsprachlichen Zeigehandelns kongruieren Wahrnehmungs- und Handlungsraum, und die Steuerung findet als demonstratio ad oculos bzw. ad aures statt.
ZeigesprechenIm Fall des symbolischen Zeigesprechens sind Wahrnehmungs- und Handlungsraum getrennt, und die Steuerung findet als Deixis am Phantasma statt.
ZeigfeldDie Orientierung des einen durch die deiktischen Handlungen eines Anderen kann nur funktionieren, wenn beide dasselbe Bezugssystem verwenden, um die Zeighandlungen zu deuten. Dieses Bezugssystem findet Bühler im Zeigfeld, als der räumlich-zeitlichen Position des jeweiligen Zeichenproduzenten.
ZeigwortZeigwörter fungieren nicht als Symbole (s. d.), sondern als Signale (s. d.), die abhängig vom Zeigfeld (s. d.) des jeweiligen Sprechers immer auf andere Positionen in Zeit und Raum verweisen, also keine invariante Zuordnung zu Sachverhalten oder Gegenständen aufweisen. Die Grundzeigwörter sind 'hier', 'jetzt' und 'ich'.
ZeitgenosseEin Zeitgenosse ist ein Individuum, mit dem ein anderes Individuum seine Sozialwelt teilt, ohne mit ihm in einer unmittelbaren sozialen Beziehung zu stehen, dessen Individualität also nicht 'unmittelbar' zugänglich ist.
zentrierte InteraktionMindestens zwei Individuen kooperieren miteinander in einer face-to-face-Situation, indem sie sich gemeinsam in Aufmerksamkeit auf eine Sache oder eine Tätigkeit richten. Als Beispiele können hier alle kooperativen Tätigkeiten dienen, die in Kopräsenz ausgeübt werden, wie ein Gespräch führen, tanzen, Gesellschaftsspiele spielen, sich lieben etc..
ZusammenkunftEine Zusammenkunft kommt zustande, sobald sich mindestens zwei Personen in einer Situation der Kopräsenz befinden.
zweckrationalEiner der vier Idealtypen des Handelns. Jemand handelt zweckrational, wenn er zur Erreichung eines bestimmten Zwecks oder Handlungsziels rational die nach Maßgabe seiner Erfahrungen geeigneten Mittel unter Berücksichtigung möglicher Alternativen einsetzt.
ZweifelderlehreInsofern, als Bühler zwischen dem Zeigfeld und dem Symbolfeld der Sprache unterscheidet, spricht er von der Zweifelderlehre seiner Sprachtheorie [vgl. Bühler 1934, S.119]. Ebenso wie die Zeigwörter ihre Bedeutungsbestimmung in Bezug auf das Zeigfeld erhalten, so bestimmt sich die Bedeutung der Nennwörter (Symbole) durch das Symbolfeld, in dem sie verwendet werden.
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