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Eindrucksmodell der KommunikationGrundlegendes Modell des Kommunikationsprozesses, das Sprecher und Hörer gleichermaßen als aktive Teilnehmer zu erfassen und die kommunikative Sozialhandlung in ihrer Einheit zu beschreiben versucht.
Einheitswissenschaft(Allgemein) Auf Otto Neurath zurückgehende Idee eines theoretischen Gesamtsystems, das in einer physikalischen Einheitssprache formuliert ist und die Menge aller einzelwissenschaftlichen Aussagen umfasst.
EinleitungsregelnAllgemeine Bedingungen für das Gelingen von Sprechakten, sie betreffen die Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, damit überhaupt ein bestimmter illokutionärer Akt eingeleitet bzw. vollzogen werden kann. Für eine Warnung gilt z. B., dass der Sprecher Grund zu der Annahme hat, dass ein bestimmtes (überraschendes) Ereignis eintreten wird und dieses nicht im Interesse des Hörers ist.
EinstellungReaktionsbereitschaft bzw. Reaktionsbereitschaften, die jemand einem Objekt gegenüber psychisch einnimmt.
Emergenz/emergentDas Auftreten einer qualitativ neuen Ordnung, deren Eigenschaft nicht aus den materiellen und energetischen Eigenschaften der zugrundeliegenden Elemente erklärt werden kann.
empraktischSituationsgebunden; die Sprache wird empraktisch gebraucht, wenn sie nur in Bezug auf die Situation ihrer Verwendung verstehbar ist.
EngagementDer nicht oder nur begrenzt der intentionalen Steuerung unterliegende Grad der Aufmerksamkeit, mit der jemand in einer Interaktionssituation "bei der Sache" ist. Engagement wird als wechselseitige Verpflichtung in unterschiedlichem Maße eingefordert.
Epoché(griech.: Anhalten, Ansichhalten) In der transzendentalen Phänomenologie Edmund Husserls ist die Epoché ein methodisches Mittel, mit dem der Philosoph das Sein der Welt im Hinblick auf seinen Sinn und seine Geltung auf das eigene transzendentale Bewusstsein zurückführt. Epoché heisst, den Glauben an den Sinn und an das Sein der Welt einzuklammern bzw. sich dem Urteil über das Sein und Sosein der Welt zu enthalten. Allgemein und in der Verwendung von Schütz meint Epoché die Einklammerung bzw. die Enthaltung von einem Urteil überhaupt, wie zum Beispiel dem Zweifel an der Unzweifelhaftigkeit der Alltagswelt.
Erfüllungsbedingungen(conditions of satisfaction) Dies sind die durch den propositionalen Gehalt eines Sprechaktes bzw. durch den intentionalen Gehalt eines intentionalen Zustandes bestimmten Umstände, die bestehen müssen, damit dieser erfüllt ist. Eine Absicht etwa ist dann erfüllt, wenn derjenige der sie hat, das tut, was er zu tun beabsichtigt.
ErklärenDie deutende Erfassung der Gründe bzw. Motive eines Handelns. Das motivationsmäßige Verstehen geht über das aktuelle Verstehen hinaus, indem es nach dem Warum, also dem Sinnzusammenhang bzw. Kontext der Handlung fragt; s. motivationsmäßiges Verstehen
Ethnomethodologie/ethnomethodologisch(Allgemein) Eine von Garfinkel und Cicourel entwickelte sozialwissenschaftliche Forschungsrichtung in der Tradition der verstehenden Soziologie von Alfred Schütz, der es um die Beschreibung des Alltagswissens und den damit verbundenen Sinnstrukturen und Prozessen der Sinnproduktion einer Kultur geht.
exerzitive Äußerungen(exercitives) Klasse von Sprechakten: Entscheidungsäusserungen, mit denen Macht, Rechte, u.ä. ausgeübt wird, z.B. Befehlen, Drängen, Warnen, Fordern, Ernennen.
exhaustiv(Allgemein) Etymologisch (lat.): vollständig. Eine Klassifikation ist exhaustiv genau dann, wenn alle Phänomene einer bestimmten Art in die Kategorien der Klassifikation passen.
Exklusionlat. "Ausschließung"; der Ausschluss von Personen von bestimmten Kommunikationen.
expositive Äußerungen(expositives) Klasse von Sprechakten, mittels derer der Stellenwert von Äußerungen in ihrem Kontext kenntlich gemacht wird, z.B. Erläutern, Antworten, Behaupten, Fragen
ExpressiveKlasse von Sprechakten: In diese Klasse gehören alle sprachlichen Handlungen, mit denen der Sprecher einen psychischen Zustand zum Ausdruck bringt, der auf eine im propositionalen Gehalt angeführte Sachlage gerichtet ist, z. B. Danken, Gratulieren, Entschuldigen.
ExternalisationDer wechselseitigen Verhaltenskoordinierung dienende gestische Vermittlung von Informationen über Situation und Intentionen eines Individuums
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